Jan
05
2008
0

Mangelndes Feingefühl bei Xing

Nun gibt es auch Werbung auf Xing, war zu erwarten, dass ich allerdings als Premium-Mitglied Werbung auf meiner Profilseite dulden muss und diese sogar vor mir “versteckt” wird, ist schon ein echter Hammer.

Jedem Marketing-Menschen ist es klar, dass man Premium-Mitglieder mit Werbung vergrätzt, denn die Hauptmotivation für ein Angebot zu bezahlen, die ist eben von Werbung verschont zu bleiben. Auch bei Xing scheint man dies zu wissen und führt das neue Werbemodell heimlich ein, ohne dass die Premium-Mitglieder davon in Kenntnis gesetzt wurden, dass ihre Profile nun Werbung beinhalten. Man selbst sieht diese Werbung auf seinem Profil nicht.

Premium-Mitglieder erfuhren von dieser Neuerung dann in einschlägigen Medien wie zum Beispiel Horizont. Angeblich gibt es eine Opt-Out Funktion, ich habe diese jedoch noch nicht finden können.

Das Communities Geschäftsmodelle brauchen ist klar, denn auch ohne einen Investor oder Sharholder kosten Communities Geld. Jede Community braucht Geld für die Infrastruktur, für Personal und Marketing.

Würde das Werbemodell von Xing sich auf die nicht zahlenden Mitglieder beschränken, hätte kein Hahn danach gekräht. Letztendlich fällt Xing über die eigene Raffgier, denn es ist meiner Ansicht nach nur eine Frage der Zeit, bis Xing von diesem Werbemodell wieder Abstand nehmen wird.

Warum soll ich für eine Premiummitgliedschaft bezahlen, wenn dann auch noch über Werbung bei mir abkassiert wird?

Danke für das mangelnde Feingefühl liebe Xing Marketers!

Nachtrag:

Nach langem rumgesuche habe ich die Funktion gefunden, wo man die Werbung auf seinem Profil abschalten kann:

Werbung auf dem Profil abschalten

Written by Bla in: Soziale Netzwerke |
Dez
15
2007
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Blogger wird Journalist des Jahres

In Anbetracht der letzten Woche wirkt es schon etwas absurd, dass Stefan Niggemeier für seine Blogger-Tätigkeit vom “Medium Magazin” zum Journalisten des Jahres gekürt wird.

Ein Blogger, Journalist des Jahres?

Eigentlich undenkbar für die Macher der Süddeutschen und FAZ, die ja die Qualität, Relevanz und Bildung der öffentlich Meinung für sich beanspruchen. Da die zwei Artikel in den letzten 7 Tagen mehr als breitgetreten wurden, verzichte ich hier auf Zitate. Wen es interessiert, kann die Artikel dort und dort nachlesen.

Ich glaube ja, es geht gar nicht um Relevanz und Qualität des Bloggens, sondern einfach nur um die nackte Angst, denn die Netto-Werbeeinnahmen der Zeitungen lösen sich derzeit in Rauch auf. Das Internet, insbesondere das sogenannte „Web 2.0“ ist der ausgemachte Feind.

Der Medienmarkt ist komplexer geworden. Nicht nur das die Verlage untereinander in Konkurrenz stehen, nein nun stehen sie auch noch mit Gott und der Welt in Konkurrenz, mit normalen Menschen, Bloggern, etc., die sich einfach erdreisten ungefragt ihre Meinung abzusondern.

Und seinen wir doch mal ehrlich: Was hat Journalismus heute noch mit Qualität zu tun?

Da kopiert jeder eine dpa-Meldung, wurden massenhaft Journalisten entlassen und Redaktionen zusammengelegt, nur um die Rendite hoch zu halten. Was bitte hat das noch mit Qualität zu tun? Und die Mär vom unabhängigen Journalisten glaubt sowieso kein Mensch mehr. Nahe zu jeder Journalist in der Medienlandschaft untersteht einem Agenda-Setting.

Und was tun viele wirklich freie und unabhängige Journalisten? Bloggen, denn als Blogger müssen sie sich nicht dem Agenda-Setting unterwerfen.

In diesem Sinne gehen meine besten Glückwünsche an Stefan Niggemeier und auch an all die anderen, wie z.B. Thomas Knüwer, die wirklich frei sind und die journalistische Qualität vor der Rendite retten.

Written by Bla in: Allgemein |
Dez
01
2007
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Facebook

Habe so eben meine Mitgliedschaft bei Facebook beendet. Ähnlich wie StudiVZ ist für mich kein Mehrwert zu erkennen, außer dass ich Friends habe, die ich schon in anderen Netzwerken habe und mit überflüssigen Informationen vollgestopft werde.

Die aktuelle Diskussion rund um das Thema Datenschutz bei Facebook hat ihr übriges zu meiner Entscheidung beigetragen. Da ich nur die Möglichkeit gefunden habe meinen Account zu deaktivieren, gehe ich davon aus, dass meine Daten immer noch bei Facebook gespeichert sind, wahrscheinlich ist dies sogar in den Nutzungsbedingungen nachzulesen.

Sorry aber Technik soll uns das Leben einfacher machen, aber ich habe wirklich was anderes zu tun, als mich mit dem Management meiner virtuellen Identitäten in unzähligen Communities zu beschäftigen, insbesondere wenn der Nutzen gleich Null geht.

Von daher bin ich ab sofort ausschließlich beruflich in Xing und privat in MySpace zu finden.

Das muss reichen

Written by Bla in: Soziale Netzwerke |

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